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2.-6.Juli

Ein paar Tage Urlaub gönne ich mir und meiner Familie auch - Oderwitz: Dorf, Garten, Land und Luft - Freiheit und Freiräume.

Die Kinder sind den ganzen Tag draussen und glücklich. Ihre Kenntnisse über Pflanzen, Tiere und entsprechende Lebensbedingungen nehmen auch von Tag zu Tag zu. Und meine Eltern haben endlich Hilfe im unendlich großen Gartenreich.

Und Anniika.. sie hatte endlich ihre Pferde, konnte endlich mal wieder reiten

Danke, liebe Jaqueline, dass Du Dir für meine Mäuse so viel Zeit genommen hast - ich kann die Schlegler Mühle nur empfehlen - sie ist nur nicht so leicht zu finden)

 

Und dann gab es noch DAS ERLEBNIS: Sommertheater in der Waldbühne Jonsdorf: Das Dschungelbuch. Es war eine großartige Inszenierung, mit wundervollem Bühnenbild, einfachen,  aber wirkungsvollen Kostümen und grandiosen Schauspielern. Leider werden auch von dieser Truppe wieder ettliche "Jungstars" das Gerhard-Hauptmann-Theater in Richtung großer Bühnen verlassen. Das Theater war voll - Hunderte Kinder, mal muxmäuschenstill, mal mitspielend...herrlich. Und ich weiss jetzt, dass 3 und 4jährige Kinder auh schon 2 stündige Vorstellungen bei vollster Konzentration durchhalten können - wenn sie so gut gemacht sind, wie diese!

 

 

Juli

Die Stadt schwitzt - ich auch. Seit Wochen Temperaturen zwischen 25 und mehr als 30°. DIe Flusspegel sinken, die Wiesen werden braun und unsere Wohnung gleicht einem Brutkasten. Sie kühlt sich in den Abendstunden nicht mehr ab. Schlafen...Fehlanzeige

Wenigstens ist mein Büro gut gekühlt und ich habe herrliche Ruhe, um zu arbeiten - denn fast alle sind im Urlaub - nur Herr Vogler, der derzeit bei uns im Grünland ausstellt, und Jens unser treuer Zeitungsleser - nicht. Herrn Vogler konnte ich dazu verleiten, mal mit wachsamem Künstlerauge den Weißeritzgrünzug entlang zu radeln - ich bin auf die Photographien gespannt.

 

 

1.Juli 2010

Es ist jetzt ein Jahr her, dass im Gerichtssaal des Dresdner Amtsgerichtes die junge Ägypterin Marwa El Sherbini, Mutter eines damals 3jährigen Sohnes, ermordet und ihr Mann schwer verletzt wurde. Damals führte diese grausame rassistische Tat dazu, dass - nach langem sehr peinlichem Schweigen - in Dresden endlich offen über Alltagsrassimus, Islamfeindlichkeit, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gesprochen wurde, dass auch Stadtverwaltung und Politik mehr oder weniger ehrlich eingestanden, dass wir damit in Dresden ein großes Problem haben und dringender Handlungsbedarf besteht.

Es öffnete sich ein schmales Zeitfenster, in dem Vereine und Initiativen, interessierte Politiker (von CDU und FDP sah man in den Runden niemals eine/n) und Organisationen gemeinsam aktiv an Handlungskonzepten arbeiteten, um nach 11/2 Jahren Pause endlich die Arbeit am Lokalen Handlungsprogramm (LHP) für Toleranz und Demokratie und gegen Rechtsextremismus (über die Begrifflichkeiten will ich mich an dieser Stelle nicht auslassen) zu Ende zu führen.

Ende des Jahres wurde dieses Handlungsprogramm endlich verabschiedet (siehe Beitrag im Monatsecho Nr.2/2009)

...Und damit hatte leider ein Großteil des Stadtrates, der -verwaltung und auch der breiten Öffentlichkeit ihr Gewissen beruhigt und sah ab da keinen Handlungsbedarf mehr. Das LHP verschwand in der Schublade, nichts passierte: weder wurden die nötigen organisatorischen Strukturen geschaffen, noch Gelder für Maßnahmen ausgegeben. Eine von mir am 14.Mai 2010 zum Umsetzungsstand gestellte Anfrage wurde bis heute nicht beantwortet. Aber ich durfte heute der Zeitung entnehmen, dass Integrationspolitik (wieso sprechen im Zusammenhang mit dem Mord eigentlich alle immer von mangelhafter Integration - Marwa El Sherbini war bestens integriert) zentraler Schwerpunkt der Arbeit der OB ist. Das war mir bis dato durch ihr Agieren nicht aufgefallen. Zudem konnte die OB berichten, dass sie erste Gelder (über 1/2 Jahr nach der Verabschiedung des LHP) aus dem Programm ausgegeben hat. Nach welchen Kriterien und in Abstimmung mit wem - sagte sie allerdings nicht.

Der Gedenktag hatte somit immerhin ein gutes Ergebnis - er rüttelte unsere Stadtspitze wieder einmal wach - ich befürchte, wieder nur für ein kurzes Zeitfenster.

 

4. Juni 2010

Es gibt Termine, die sind so schön, dass man sie eigentlich gar nicht als Termin bezeichnen möchte. Heute nachmittag feierten Kinder, Eltern und Pädagogen der Kita Nautilus ihr Sommerfest. Und nach Tagen voller grauer Farbe, Regen, Wind und Kälte (ohne diese Tage als schlecht bezeichnen zu wollen) lachte uns die Sonne den ganzen Tag vom Himmel an und machte den Garten mit seinen Spielen noch schöner. Ich habe es genossen, mehr als 100 glückliche Kinder, in voller Bewegung und mit herrlichstem Lachen, gelöste Eltern und auch aufgeräumte Pädagogen in trauter Gemeinsamkeit zu sehen. Hoffentlich gibt dieser Tag die Kraft, die wir alle so dringend benötigen. Vor allem in den nächsten Monaten.

Bilder gibt es demnächst.

 

 

26. Mai 2010

Heute vormittag war ich zu einem Gespräch in den Erwerbslosentreff des Diakonischen Werkes - Stadtmission Dresden in die Friedrichstadt eingeladen.

Eigentlich sollte es ein Gespräch über Stadtentwicklung in der Alt- und der Friedrichstadt inkl. Hochwasserschutz werden. Da aber Stadtentwicklung niemals losgelöst von sozialen Fragen betrachtet werden darf und da es in diesem Fall vor allem um zuhören ging und weniger um das Monologisieren, drehten sich dei Gespräche vor allem um die Sozialpolitik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Was der Bereicherung, die mir dieser Vormittag in kleiner, aber sehr offener und gesrpächsbereiter Runde bescherte, aber nur zugute kam. Ich habe gelernt: der erste Schritt ist immer noch das Aufsuchen!

 

 

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